MPlayer ist der vielleicht beste Mediaplayer der Welt. Er ist nahezu komplett monolithisch, was bedeutet, dass er aus einer einzigen 7 MB großen ausführbaren Datei besteht. Diese Datei enthält bereits alle nötigen Codecs – für die meisten Dateien muß man keine externen Dekomprimierprogramme installieren. Mehr Informationen über dieses hervorragende Programm gibt es auf der MPlayer-Homepage.
MPlayer hat seine Wurzeln im Unix-Umfeld, was man dem Programm in der Handhabung anmerkt: Es gibt keine nennenswerte grafische Oberfläche. MPlayer verläßt sich stattdessen auf sein recht brauchbares Kommandozeileninterface und praktische Tastaturkombinationen. Das mag zwar für Unix-Enthusiasten völlig ausreichend sein, Mac- und Windows-Nutzer sind jedoch ihre mehr oder weniger bunten grafischen Oberflächen gewohnt. Es gibt zwar eine »halb-offizielle« OS-X-Portierung von MPlayer, aber bisher nichts vergleichbares für die Windows-Plattform.
An dieser Stelle kommt MPUI ins Spiel. Es ist ein kleines Programm für Windows 2000 oder XP, das sich um die ganzen Kommandozeilen-Angelegenheiten kümmert. Es präsentiert dem Nutzer eine schnörkellose, einfache Bedienoberfläche, die dem guten alten Windows Media Player 6 nachempfunden ist. MPUI unterstützt nicht jedes Feature von MPlayer – dafür gibt es einfach zu viele – aber das MPUI/MPlayer-Gespann bildet einen soliden Mediaplayer für (fast) alle alltäglichen Aufgaben.
Features
MPlayer und MPUI bieten unter anderem die folgenden Features:
- Ein Mediaplayer mit einer klaren, einfachen Benutzeroberfläche.
- Spielt hunderte verschiedene Video- und Audioformate, einschließlich MPEG-1, -2 und -4 (DivX), H.264, Ogg Vorbis und AAC. Für die allermeisten Dateien braucht man dabei keine zusätzlichen Codecs. (Das liegt daran, dass MPlayer keiner dieser zahllosen DirectShow-basierten Player ist – die Codecs sind fester Bestandteil von MPlayer.exe)
- MPUI und MPlayer sind zusammen gerade einmal 3,5 MB groß.
- Die wichtigsten MPlayer-Optionen (Seitenverhältnis, Deinterlacing, Postprocessing) können ohne kryptische Kommandozeilenparameter einstellt werden. (Ungewöhnliche Optionen können natürlich dennoch per Hand eingetragen werden.)
- Unterstützt mehrere Ton- und Untertitelspuren auf DVDs.
- Kombiniert MPlayers coole Tastaturnavigation mit einer Suchleiste für all jene, die gerne die Maus in die Hand nehmen.
- Spielt Dateien, Netzwerk-Streams, (S)(V)CDs und DVDs ab. Drag&Drop wird unterstützt.
- Mehrsprachiges Nutzerinterface.
- MPUI/MPlayer muß nicht installiert werden. Einfach die beiden .exe-Dateien in ein beliebiges Verzeichnis entpacken und MPUI.exe starten – Fertig!
- Mit einer speziellen
autorun.inf-Datei können selbstabspielende DivX-CDs erzeugt werden. Dabei werden der CD gerade einmal 3,5 MB an Daten hinzugefügt, und auf dem Abspielrechner müssen keinerlei Codecs installiert werden. - Beide Programme sind freie Software, lizenziert unter der GNU General Public License.